Definition eines Programmierers

Programmierer sind (trotz anderslautender Gerüchte): Menschen, die zu nachtschlafender Zeit mit völlig untauglichen Entwicklungspaketen für nicht zusammenpassende Konglomerate fehlerverseuchter Hardware versuchen, im Auftrag von unfähigen Bedienern deren einander widersprechende Anforderung in Programme umzusetzen, die am Schluß niemand verwendet.

Programmierer zerfallen in zwei Kategorien. Die eine Sorte versagt bei dem Versuch, für viel zuwenig Geld mit viel zuviel Aufwand die logischen Irrtümer von Programmiersprachen, die Fehler von Compilern und die in Silizium gegossenen Ungereimtheiten der Hardwareentwickler so gegeneinander auszuspielen, daß das Computersystem am Schluß wenigsten hin und wieder das tut, was man von ihm erwartet. Die andere Sorte tut dieses ganz umsonst.

Generell ist das Denken eines Programmierers logisch (IF 1 = 2 CALL Mainprogramm), stets strukturiert (ON Hunger GOSUB Aldi ELSE RETURN) und von keinerlei Vorurteilen beeinträchtigt. Obwohl es einzelne Vertreter dieses Berufzweiges geben soll, die dem Vorurteil nachhängen, daß ein Computer dazu geschaffen wurde, dem Menschen zu dienen - anstatt umgekehrt.

Oder, wie es der berühmte angloamerikanische Schriftsteller Wilhelm D. Base Shakespeare sagte: '2b .or. .not. 2b'. (Two bee(r) or not two bee(r)).

Obwohl es schwierig ist, Murphys Computergesetz aus der Sicht des Programmierers zu schildern (schließlich ist ein Programmierer das im Grunde völlig überflüssige Glied der Kette Marketingabteilung - Werbeabteilung - Programmierer - Vertriebsabteilung - Anwender - Supportabteilung - Updateabteilung), soll auf den folgenden Seiten der Versuch dazu unternommen werden.

Auch wenn sich Softwarehäuser und Anwender seit Jahren darüber einig sind, daß ihr Leben ohne die überbezahlten Programmierer und deren Einwände über die Machbarkeit bestimmter Programmanforderungen sehr viel leichter wäre.

Namhafte Hersteller sind deswegen mit wachsendem Erfolg seit geraumer Zeit dazu übergegangen, ihre Software mittels "CASE" (Computer Aided Software Engineering) direkt entwickeln zu lassen, weil letzentlich nur ein Computer Programme so schreiben kann, daß andere Computer sie auch in der richtigen Art mißverstehen können.